Kultur to go – Vlaho Bukovac Museum

Kunst begleitet uns überallhin und wenn wir in der Schule saßen oder sitzen und uns dachten, wieso wir das brauchen, nun ja Kunst ist vielleicht nicht so essenziell; wie Mathematik oder Deutsch; doch auch Kunst sollte immer Platz in unserem Leben finden.
Wenn man nun sehr gut in der Schule war, viel Geld verdient, wie manch einer sich das wünscht, dann entwickelt man auch den Drang, Kunst zu kaufen.

 

DSC_0645

Mit einem Glas Wein in der Hand durch Galerien oder Sammlerräume laufen und sagen: ,, Das hier nehme ich. Das ist ein absolutes Muss für meine Seele und mein Wohnzimmer“; das gehört nur im entferntesten Sinne dazu. Kunst ist nicht nur für die reichen Snobs unserer Moderne gedacht. Kunst sollte für alle da sein.

Wir werden nicht aktiv von ihr konfrontiert, denken doch niemals Oh, gut, dass ich in Kunst aufgepasst habe, sonst könnte ich mir das nicht erklären.  Sie begleitet uns überallhin, schleichend und unbemerkt – die Kunst, die uns gelehrt wurde. Wir finden uns in unserem Kleiderschrank wieder, in Wahl und  Wahrnehmung von Farben und dem Beurteilen von Ästhetik. Wir können der Kunst aber auch direkt ins Auge sehen, können sie aufnehmen während sie uns innerlich verändert, Stück für Stück, man muss es nur zulassen und wollen. Dafür braucht man nicht mehrere Millionen für teure Gemälde ausgeben, um sie dann, wie Schmuck in den eigenen vier Wänden hängen zu haben. Ein Ticket für eine bestimmte Galerie oder ein Museum und zack – Kunst pur. DSC_0662Noch viel interessanter werden Ausstellungen, wenn man die Künstler kennt. Nicht persönlich oder durch einen Kaffeeplausch sondern einfach durch ihr Schaffen und ihren Einfluss. In der Schule lernt man nur einen winzigen Bruchteil dieser Menschen ein wenig kennen, durch Gallerien und Austellungen merkt man dann, dass es nicht nur Picasso und Frida Kahlo gibt, dass es so viele Künstler gibt, die man für sich selbst entdeckt und die man mehr oder weniger verehrt.DSC_0650

Im Süden Kroatiens in der kleinen Stadt Cavtat in der Nähe Dubrovniks lebte ein Künstler dessen Name vielleicht unbekannt scheint, dessen Werke jedoch nicht in Vergessenheit geraten sollten. In einer der vielen Gassen Cavtats wurde das Haus der Familie Bukovac als Museum eröffnet.DSC_0666

Vlaho Bukovac lebte um die Jahrhundertwende, also um genau zu sein von 1855 bis 1922. Sein Vater war Seemann, weshalb er im Alter von 15 Jahren auch Seefahrer wurde. Nach einem Unfall jedoch war es ihm nicht mehr Möglichkeit diese Arbeit auszuführen, deshalb kehrte er zurück ins Elternhaus in Cavtat. Dort entstanden dann seine ersten Wandmalereien.

dsc_0643.jpg
Treppenhausmalerei
DSC_0637

Nach etlichen Restaurationen sind diese Wandmalereien noch gut erhalten sie strahlen zwar nicht mehr im selben Glanz, jedoch kannst du dir ein recht gutes Bild davon machen, was für eine Pracht das Innenleben dieses Hauses vermittelte.

Das blieb natürlich nicht in so einer kleinen Stadt wie Cavtat ein Geheimnis und es sprach sich herum, wie talentiert Vlaho war – Positive Gossip, klingt doch super. DSC_0633DSC_0635

Innerhalb seines Lebens war er viel gereist und hatte auch für längere Zeit im Ausland gelebt, wozu Paris und Prag als seine Wohnorte zählen.  Er malte viele Portraits, wo seine Familienmitglieder nicht drumherum kamen. DSC_0647

Da genau während seiner Lebenszeit der Jugendstil die Epoche dieser Zeit war, blieb er nicht unbeeinflusst und trug seinen Teil zu diesem künstlerischen Protest gegen die Monotonie der Industrialisierung und dessen Folgen der Schlichtheit und der Gleichheit der Dinge. DSC_0650

Neugierig auf mehr Fotos und Fakten: Hier die Seite des Museums/ Hauses  (Englisch)

Ich hoffe du konntest wieder etwas Neues, Wundervolles der Vielfalt dieser Welt entdecken und bist neugierig auf mehr. 🙂

Liebe Grüße DSC_0660