Die Kunst des richtigen Lebens – Der Alchimist

Es ist eben nicht jeden Tag möglich, alles zu geben. Es ist nicht jeden Tagen möglich, glücklich zu sein. Und doch ist jeder Tag so wertvoll und Zeit so kostbar.

Ich lebe(…)Wenn ich laufe, dann mache nichts außer laufen. Und wenn ich kämpfen muss, dann wird es ein ebenso guter Tag zum Sterben wie jeder andere. Denn ich lebe weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft. (..) Wenn du immer in der Gegenwart bleiben kannst, dann bist du ein glücklicher Mensch. – Paulo Coelho(Der Alchimist)

So,

Warum sind wir da und was wollen wir erreichen?

Stellen wir uns den Gang des Leben vor, so ist es zuerst ein Sprung mitten ins Geschehen. Als kleines Kind krabbeln und hüpfen wir sorglos über den Wohnzimmerteppich oder die Küche und scheren uns um nichts. Wir fangen an gemächlich mit laufen an, bilden uns.                                                                                                                                                        ,,Warum?“ ,,Um später einen guten Beruf auszuüben“ ,,Wozu?“ ,,Um gutes Geld verdienen zu können“ ,,Wofür?“ ,,Um sich Wünsche zu erfüllen, Urlaub machen vielleicht und später mit einer Rente über die Runden kommen“ ,,Und dann?“ ,,Sterben.“

Und das also ist  mein Leben. Es muss doch also etwas geben, was wir anstreben, etwas das bleibt, um einen (wünschenswert) positiven Abdruck in der Welt zu hinterlassen. Wir suchen nach der Aufgabe, nach unserer Bestimmung und es ist uns nicht jeden Tag bewusst, denn wir tendieren dazu, unsere Zielen aus den Augen zu verlieren.                        Als ich in ähnlicher Weise schlicht und vorhersehbar vom Lauf des Lebens erzählt hatte, konnte ich mir vorstellen, wie mein Brieffreund auf dem Nachhauseweg aus dem Fenster der Bahn schauend über meine Worte nachdachte. ,,Meaning of life“, wie er es nannte. Schließlich antwortete er mit dem Zitat: ,,It is the fate of glass to break“(Es ist des Glases Schicksal, zu brechen), womit er die Sache so ziemlich auf den Nagel hämmert- dann einrahmt, oder einfach auf ein hübsches Kissen stickt.

Vielleicht mache ich mir auch allzu viele Gedanken, um das warum, statt einfach, das zu tun, was einen glücklich macht. Denn wenn Sinn und Freude Dingen gefunden werden, dann gibt es nichts, was novh Belang sein könnte. Wenn wir also einfach, das tun, was uns glücklich macht, erfüllen wir gleichzeitig einen Sinn?

Ein Buch, das diese Suche nach dem Lebensweg und der Liebe zum Glück immer wieder anspricht und darauf zurückgreift, ist ein möglicherweise nicht ganz bekannter Klassiker von Paulo Coelho.

Im mediterranen Andalusien erzählt er von einem jungen spanischen Hirten dem zweimal ein Schatz in der Nähe der Pyramiden im Traum erschienen ist. Ein Mädchen zeigt ihm den Weg doch kurz bevor, wacht er auf. In seiner Unschlüssigkeit wendet er sich an eine Zigeunerin, diese ist ganz begeistert und verlangt einen Teil des Schatzes. Sie zeigt ihm jedoch nicht, wie er zu den Pyramiden gelangt. Kurz darauf begegnet er einem alten Mann, der sich als König behauptet und ihm als Erster von vielen seine bereits geöffneten Augen noch weiter öffnet. Er gibt ihm den Rat auf die Zeichen zu achten und lässt ihn seine Schafe verkaufen.

Der Jüngling macht sich auf den Weg mit nichts als Hoffnung und ein wenig Geld im Rucksack. Eine faszinierende Reise durchlebt er auf dem Weg zu den Pyramiden über den Gibraltar. Es verschlägt ihn auf wandernde arabische Märkte und in Glaskunstläden. Es ist eine Reise in der er Neues erkennt und lernt. Zwischen den sandigen Wüstenstürmen und den Oasen mit den tausend Palmen am Horizont, trifft er auf die Männer und Frauen der Wüste. Er riskiert und verliert und schließlich findet man sich selbst an die Reflektion des Fensters starrend. Überlegend. Gleichzeitig mit leerem Kopf und einem Haufen Hoffnng. Doch das ist nicht alles, was es braucht. Ein Ansatz-vielleicht.

Wir sollten uns jeden Morgen fragen, was wir vom Leben wollen und wie wir einen neuen Pfad entstehen lassen können. Wir stoßen nicht urplötzlich auf eine Antwort, aber in dem wir Hinterfragen, kommen wir unserem Lebensweg näher. Lasst uns nicht einfach existieren, sondern leben! Es ist schwer, ja. Es ist eine Entdeckung, ja. Jede Entdeckung verbirgt auch Gefahren, doch eine Geschichte ohne Spannung, in der immer alles gut läuft, würde ja keiner lesen wollen, richtig?

 

Viele Wege führen zum Buch: Öffentliche Bibliotheken 

Thalia